2025 war für mich kein Jahr der lauten Meilensteine, sondern eher eines der stillen, mit tiefgreifenden Veränderungen. Es ist das Jahr, in dem ich mich ab sofort Buch- und Spieleautorin nennen darf. Es ist aber auch ein Jahr, in dem sich vieles neu sortiert hat – nicht durch radikale Brüche, sondern durch bewusstes Hinsehen, Hinterfragen und Loslassen. Rückblickend zieht sich ein roter Faden durch all die großen und kleinen Momente: das Bedürfnis, wieder mehr in den eigenen Flow zu kommen und dem zu folgen, was sich stimmig anfühlt. Darum geht es in diesem Jahresrückblick 2025.
Dieses Jahr hat mir erneut gezeigt, dass Wachstum nicht immer bedeutet, mehr zu tun, schneller zu werden oder höher zu zielen. Oft entsteht Entwicklung genau dort, wo Raum entsteht – durch das Weglassen von Erwartungen, durch das Lösen von alten Mustern und durch den Mut, den eigenen Weg nicht ständig erklären zu müssen. 2025 war geprägt von der Suche nach Sinn, nach Leichtigkeit und nach Formen von Arbeit, Lernen und Begegnung, die sich lebendig anfühlen.
Ich habe viel ausprobiert, manches gefeiert und anderes kritisch hinterfragt. Es gab Überraschungen, ehrliche Erkenntnisse und auch Situationen, die sich im ersten Moment wie Umwege angefühlt haben. Doch genau darin lag ein zentrales Learning meines Jahres: Vertrauen in den eigenen Prozess zu entwickeln – selbst dann, wenn nicht alles nach Plan läuft.
Dieser Jahresrückblick ist eine Einladung, mit mir gemeinsam auf diese Reise zu schauen. Auf ein Jahr voller Spielräume, Lernmomente und persönlicher Entwicklung. Nicht chronologisch perfekt, sondern so, wie es sich angefühlt hat: in Bewegung, im Fluss und immer ein Stück näher bei mir selbst.
Aufblühen und in den Flow kommen
Seit mehr als drei Jahren hatte ich mir vorgenommen, den sechsten Teil meiner agilen Selbstmanagement Reise zu schreiben. Jetzt kann ich endlich einen Haken daran machen. Noch nie zuvor habe ich mich so schwergetan, ein Ziel zu erreichen. Meine sonst so verlässliche Zielstrebigkeit hat mir diesmal leider nicht geholfen.
Positive Psychologie war das fehlende Puzzleteil
Bereits im vergangenen Jahr begann ich zu reflektieren. Die ersten Übungen waren entwickelt, Feedback der ersten Testern war eingepflegt – und dennoch blockierte mich etwas. Ich konnte es mit meinen bisherigen Mitteln nicht greifen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich mich bereits mit positiver Psychologie beschäftigt, doch die entscheidende Antwort fehlte noch.
So meldete ich mich spontan zur siebenmonatigen Ausbildung bei der Deutschen Gesellschaft für Positive Psychologie (DGPP) an – eine Reise zu mir selbst, mit der Erkenntnis, dass der Schmetterling in mir noch viel mehr fliegen kann. Plötzlich fügten sich viele der fehlenden Puzzleteile zusammen.
Am Ende verwandelte sich das ursprüngliche Thema der Selbstfindung in etwas Größeres: Flow. Das Entdecken von Glücksmomenten, Werten, Beziehungen und Stärken – und das Finden des eigenen Ikigais, als Schlüssel zu einem erfüllten Leben.
Mein Ikigai
So habe ich nun auch selber ein für mich stimmiges IKIGAI gefunden und dieses Jahr unterbewusst daran gearbeitet. Aber erst als ich Dinge losgelassen habe, mehr davon später.
Ich begleite Menschen mit kreativen, spielerischen Methoden in ihrer persönlichen und agilen Weiterentwicklung. Dabei übersetze ich tiefgreifendes Wissen und Erfahrungen intuitiv in erlebbare Lern-Design-Formate. Ich bin keine klassische Trainerin, sondern Lern-Designerin mit Seele, Struktur und Flow. In meinem offenen Begegnungsraum lade ich Gleichgesinnte ein, sich bei gesundem Essen, kreativ auszutauschen, zu spielen und gemeinsam Freude am Lernen zu erleben.
Es hat sich wieder gezeigt dass es hilft sich von Bestehendem zu lösen und groß zu denken und so richtig aufzublühen (engl. florishing). Und ab da hatte ich auch wieder im Kopf ausreichend Platz geschaffen, um als Nächstes mein Stärkenspiel zu veröffentlichen und intensiv an meinem Buchprojekt weiterzuarbeiten. Ich war dieses Jahr sowas von im Flow.

Flow ist der Zustand, in dem Menschen am glücklichsten sind.
Überraschungserfolg: Kleinauflage meines selbst entwickelten VIA-Stärken Spiel
Das VIA-Stärken Spiel ist mein Überraschungserfolg des Jahres. Das Spiel basiert auf den 24 Charakterstärken des VIA (Values in Action Inventory of Strengths), und wurde im Rahmen meiner Abschlussarbeit zur Anwenderin der Positiven Psychologie entwickelt. Ziel ist es, innerhalb von 30 Minuten die persönlichen Top-5 Stärken sichtbar zu machen.
Nach unzähligen Proberunden konnte ich das Spiel im Frühjahr als Kartenspiel in einer Kleinauflage drucken lassen. Die vorausgehende Recherche und der Austausch in meinem Netzwerk waren jedoch ernüchternd: Ein Spiel mit hochwertigen Materialien wie Spielbrett und stabiler Verpackung ist ohne Verlag sehr kostenintensiv. So entschied ich mich bewusst gegen ein Spielbrett – stattdessen gibt es die Karten in einer sowohl handlichen als auch praktischen Metallbox.
Premiere bei der Agile Game Night Bodensee Online
Bei der Agile Game Night Bodensee Online feierte das Spiel seine öffentliche Premiere. Die Teilnehmenden erkundeten spielerisch ihre eigenen Stärken und erhielten durch kleine Herausforderungen wertvolle Einblicke in die Stärken anderer. Besonders prägend waren die Rückmeldungen: Viele Aha-Momente entstanden dort, wo Fremd- und Selbstwahrnehmung aufeinandertrafen.

AHA-Momente bei der Agile Game Night Bodensee Online
Spiel schlägt ein wie eine Bombe beim Workshop in Mainz
Nach dieser gelungenen Premiere war das Spiel bereit für den Einsatz in einer größeren Präsenzgruppe. In meinem Workshop für Haupt- und Ehrenamtliche standen Stärken und Werte als Basis guter Zusammenarbeit im Mittelpunkt. Denn Methoden sind wichtig – aber niemals alles. In jedem WIR steckt immer auch ein ICH.

Feedback beim Workshop „Gut zusammenarbeiten“
Das Feedback an diesem Tag war überwältigend. Das Spiel inspirierte, öffnete Gespräche und fand seinen Weg in zahlreiche Methodenkoffer – unter anderem in der Jugendarbeit und in der Seniorenpflege. Es war jedoch nur der Anfang, denn ich hatte die Möglichkeit das Spiel als Workshop beim DGPP Summit vorzustellen – mit unerwarteten Hürden.
Der unbekannter Dritte beim DGPP Summit Workshop
Er ist still, sagt kein Wort, macht keinen Mucks – und doch kann er entscheiden, ob ein Workshop gelingt oder scheitert. Ich spreche vom Raum, der uns umgibt und alles beeinflusst, was wir tun. Denn dieser unsichtbare Einfluss kann selbst einen großartigen Tag voller Impulse und schöner Begegnungen plötzlich in ein anderes Licht rücken.
Mein VIA-Stärken-Spiel kam großartig an, und ich bekam tolles Feedback – trotz einiger Hürden. An diesem Tag wurde mir wieder einmal schmerzhaft bewusst: Ein Workshop steht und fällt mit dem Raum – und zwar nicht nur im übertragenen Sinn: Ein Raum, bestuhlt wie für einen Frontalvortrag, kombiniert mit einem Workshop ohne Vorbereitung, ist für Workshopgebende so nützlich wie ein Tennisschläger ohne Bespannung.
Die Voraussetzungen waren an dem Tag alles andere als gut: Die Vortragende vor mir überzieht gnadenlos. Der Raum füllt sich, Menschen strömen unkontrolliert hinein. Mein Plan, jeden zweiten Stuhl freizulassen, scheitert sofort. Die Begrenzung auf 25 Teilnehmende? Im Gewusel scheinbar untergegangen. Statt eines spielerischen Einstiegs herrscht Chaos. Interaktion? Fehlanzeige. Frontalpräsentation oder ein Platz am Rand – das ist, was bleibt. In der Mitte arbeiten? Vergiss es – enger als im Billigflieger. Und ja: Zwei Teilnehmende stecken das Spiel einfach ein. Offenbar gehört Ehrlichkeit nicht zu ihren Top-Stärken. Irgendwann höre ich auf, den Überblick behalten zu wollen. Die Erkenntnis ist nicht neu: Ein Workshop ist nicht dasselbe wie ein Vortrag – er braucht ein anderes Setting.


Das unmögliche Setting beim DGPP Summit
Daher mein Bitte an Veranstaltende: Der Raum ist der unsichtbare Dritte im Workshop. Er kann dein bester Partner sein – oder dein lautloser Saboteur. Er kann alles tragen – oder jeden Schritt erschweren. Wer das Setting unterschätzt, verspielt Potenzial – und die Chance auf ein wirklich gutes Erlebnis für alle. Oder soll der Teppich des Hotels in Erinnerung bleiben?
Das VIA-Stärken Spiel hat seinen Raum gefunden
Seit dieser Erfahrung biete ich das VIA-Stärken Spiel auch nicht mehr für Gruppen über 10 Personen an. Meine Session beim Barcamp Region Stuttgart hat das bestätigt: Es machte den Unterschied und es deutlich war mehr Tiefe vorhanden.

Meine erste Session beim Barcamp Region Stuttgart
Das VIA-Spiel findet weiterhin Anklang und ist bei bei bekannten Unternehmen und verschiedenen Bildungseinrichtungen sowie bei Coaches zu finden. Mittlerweile ist die Kleinauflage des VIA-Stärken Spiels schon fast vergriffen. So werde ich 2026 reflektieren, wie die zweite Auflage des Spiels aussehen wird.
Warum mein ersten Sachbuch teilweise ein Fuck-Up ist
Ich habe mich 2025 einer meiner größten Herausforderungen gestellt: dem Schreiben eines Sachbuchs über spielerische Lernreisen in der Teamentwicklung. Ich wusste bereits, dass ein Buch Persönlichkeitsentwicklung bedeutet – doch ich habe deutlich mehr über mich und für mich gelernt als erwartet.
Entscheidung auf dem Prüfstand
Mein Commitment zur Buchveröffentlichung hatte ich bereits Ende 2024 im Rahmen einer Intervention der Positiven Psychologie öffentlich ausgesprochen. Rückblickend weiß ich: Ich hätte mir selbst mehr vertrauen dürfen. Ich dachte allerdings, ich bräuchte Unterstützung. Deshalb hatte ich mich Anfang des Jahres voller Hoffnung einem Gruppenprogramm zum Schreiben und Veröffentlichen angeschlossen. Ich wollte es richtig machen. Wollte lernen, schneller vorankommen, Tiefe finden, Orientierung bekommen. Also habe ich investiert – Zeit, Energie und sehr viel Geld.
Ich hatte die Entscheidung für das Gruppenprogramm sehr spontan getroffen, u.a. war es verlockend dadurch auf der Frankfurter Buchmesse mit dem Buch vertreten zu sein. Anfang des Jahres bin ich auch davon ausgegangen, dass genau das auch mein Highlight des Jahres werden wird. Spoiler: war es nicht.
Was folgte, war Ernüchterung. Ich erlebte Oberflächlichkeit, starre Vorgaben und das Gefühl, dass es angeblich nur einen einzigen richtigen Weg gäbe. Ich habe aktiv mitgemacht, mich eingebracht, Übungen umgesetzt, mich auf den Prozess eingelassen. Jedes Mal mit der Hoffnung, dass es jetzt tiefer wird. Dass da noch etwas kommt, das mich wirklich trägt. Mein eigenes Sachbuch handelt davon, dass wir uns vom Einheitsbrei lösen sollten und es eben nicht immer nur den einen richtigen Weg gibt (und einfach auch mein Mindset ist). Ich suchte echten Austausch mit Tiefe und vor allem etwas Individualität und fundiertes Fachwissen – aber dafür hätte ich noch einmal ordentlich in die Hosentasche greifen müssen. Für mich fühlte es sich aber an, als würde ich einen Koffer voller Geld verbrennen. Das war sehr schmerzhaft.
Also zog ich irgendwann die Reißleine – innerlich. Ich wollte nicht mehr das Gefühl haben ich ständig Umwege, anstelle Abkürzungen, gehen zu müssen. Das Gruppenprogramm passte einfach nicht zu mir. Nicht zu meiner Tiefe, nicht zu meinem Denken, nicht zu dem Buch, das geschrieben werden wollte.
In 12 Wochen zum Buchmanuskript – und zwar agil mit Leichtigkeit
Ich wollte nicht aufzugeben, ich wollte mir meinen eigenen Weg suchen. Durch den innerlichen Ausstieg konnte ich mich von Vorgaben, von starren Plänen und auch von den Erwartungen anderer lösen. Ich schrieb agil. Dann, wenn Energie da war. Dann, wenn es sich richtig anfühlte. Ich nutze meine Fähigkeit für konzentriertes Arbeiten über 4 Stunden, in der Natur ohne Ablenkung, auch bekannt als Deep Work. Ich holte mir kontinuierlich Feedback von Menschen, die meiner Zielgruppe entsprachen. Und schrieb weiter, überarbeitete immer parallel meine Texte. Genau so, wie es im Gruppenprogramm nicht gewünscht war, aber einfach meiner Haltung entspricht. Diesen Prozess habe ich bereits in einem Blog-Beitrag reflektiert und die Erfolgsfaktoren abgeleitet.


Arbeiten wie ein Autor ist eine Deep Work Strategie, bei der durch Mini-Ziele und ein Ortswechsel sehr schnell Fortschritt gibt
In nur zwölf Wochen entstand so mein komplettes Sachbuch-Manuskript. Über 200 Seiten. Persönlich mit Geschichten, Erfahrungen und Haltung aus meiner langjährigen Arbeit als Trainerin und agiler Coach. Als ich die gedruckten Seiten das erste Mal komplett vor mir liegen sah, war da dieses Gefühl, das sich kaum beschreiben lässt: Stolz. Erleichterung. Dankbarkeit.

Mein erster Stand war an der Buchmesse Bodensee kurz nach der Veröffentlichung
Mittlerweile ist das Buch veröffentlicht – an meinem Hochzeitstag, da ich es meinem Mann gewidmet habe.

Danke an Maria Brög (Atelier Apfelblick) für das tolle Portrait
Seit dem hat das Buch auch schon über 100 begeisterte Leser gefunden und viele neue LinkedIn Follower gewonnen. Meine Lesung auf der Frankfurter Buchmesse war allerdings kein Highlight. Der unsichtbare Dritte war erneut anwesend. Ein enger Raum, sehr frontal, wenig Atmosphäre und dazu eine hohe Lärmkulisse. Den Kampf gegen die Podcast Aufnahme nebenan habe ich bereits in den ersten fünf Minuten meiner Lesung verloren. Mein persönliches Highlight während der Buchmesse war daher die Signierstunde mit Gaby Hauptmann, eine meiner Lieblingsautorinnen und ebenfalls vom Bodensee. Sie hat wieder ein Buch geschrieben, das einen Bezug zu meiner Heimat hat und von mir schon sehnsüchtig erwartet wurde. Fun Fact am Rande: In diesem Buch kommt tatsächlich ein Herr Haussmann vor. So ein Zufall.

Wie schaffen wir Räume, in denen Menschen gern lernen, sich einbringen – und gemeinsam wachsen?
Mit meinem Buch „Spielerische Lernreisen: Gamechanger für die Teamentwicklung“ lade ich Teams ein, Lernen neu zu erleben: spielerisch, agil und voller Freude. Durch Lesen und Ausprobieren der Lernreisen entstehen Lernräume und damit auch Buch-Begegnungen. So auch beim Barcamp Region Stuttgart, mit dem persönlichen Treffen mit Sven Stüven, der ebenfalls mit zwei Erfahrungsberichten zum Buch beigetragen hatte. In meinem Online Magazin butterflying moments gebe ich detaillierte Einblicke zu den verschiedenen Buch-Begegnungen.

Mein erstes persönliches Treffen mit Sven Stüven
Wenn ein Buch auf Wanderschaft geht
Ein Buch zu veröffentlichen ist ein ganz besonderer Moment. Doch relativ schnell stellt sich die Frage: Was passiert danach? Wie kommt das Buch in Bewegung?
Aus dieser Frage heraus ist die Wanderbuch-Aktion entstanden. Ich wollte mein Buch nicht nur gelesen wissen, sondern erlebt. Nicht abgeschlossen, sondern offen. Also habe ich es auf den Weg geschickt – als interaktive Lesereise. Das Buch wandert seit Ende August von Station zu Station. Es bleibt jeweils eine Zeit lang bei Menschen, die Lust haben, sich einzulassen: auf spielerische Teamentwicklung, auf neue Perspektiven, auf neues Lernen jenseits von Frontalformaten. Die Reise führt durch unterschiedliche Arbeitsrealitäten und persönliche Perspektiven und lässt bewusst Raum.
Was mich von Anfang an begeistert hat, ist die Unterschiedlichkeit der Rückmeldungen. Alle lesen dasselbe Buch, und doch entstehen völlig verschiedene Zugänge. Manche bleiben an einer Übung hängen und probieren sie direkt im Team aus. Andere reflektieren stärker über Haltung, über Zusammenarbeit oder darüber, wie Lernen im eigenen Kontext überhaupt stattfindet. Wieder andere teilen einen einzelnen Satz, der sie unerwartet getroffen hat. All das fließt u.a. in das Online-Reisetagebuch. Dort sammeln sich Eindrücke, Takeaways, Gedanken und auch kreative Beiträge. So kamen beispielsweise auch zwei unterschiedliche Buch-Zusammenfassungen zustande:
Spielerische Lernreisen – Buchzusammenfassung von Pierre Smits
Schmetterlinge machen manchmal den Unterschied von Tom Ritschel
Für mich ist dieses Reisetagebuch fast genauso wertvoll wie das Buch selbst. Es zeigt, dass Lernen kein linearer Prozess ist – und dass Wissen lebendig wird, sobald es geteilt wird. Ich lerne selbst viel auf dieser Reise. Darüber, was Menschen anspricht. Darüber, wie unterschiedlich Lernen erlebt wird.
Und das Fuck-up?
Es war die schlechteste und schmerzhafteste Investition, die ich bisher gemacht habe. Rein rechnerisch müsste ich über 900 Examplare meines Sachbuchs verkaufen, um die Investition wieder reinzuholen. Vielleicht hätte ich mir das früher bewusst machen sollen. Vielleicht auch nicht 😉
Die Situation zwang mich, mir alles rund ums Selfpublishing in der Tiefe selbst beizubringen, vom Buchsatz mit Affinity Publisher über KDP Veröffentlichung sowie das Marketing für meine Zielgruppe. Mit YouTube. Mit KI. Mit Büchern. Mit Neugier. Dieses Wissen bleibt. Es trägt mich weiter. Ich habe inzwischen zwei meiner Workbooks aus meiner agilen Selbstmanagement Reise auf Print-on-Demand umgestellt – etwas, das ohne diesen Umweg nie passiert wäre.

Die neuen Workbooks kamen auch gleich beim Workshop zu fokussierten und konzentrierten Arbeiten an der Uni Konstanz zum Einsatz
Heute weiß ich: Mein Erfolg misst sich nicht nur in Zahlen oder Verkäufen (ich vergleiche mich eh nie gern mit anderen). Mein größter Erfolg von diesem Jahr misst sich darin, dass ich mir selbst vertraut habe. Dass ich meinen eigenen Weg gegangen bin. Dass ich mich nicht verbogen habe. Ich habe nicht nur ein Buch geschrieben. Ich habe mir bewiesen, dass ich meinen Träumen gewachsen bin – auch dann, wenn der Weg holprig ist.
So bin ich überzeugt, dass jeder seinen Weg findet und es auch andere Alternativen zu kostenintensiven Gruppenprogrammen gibt. Zur Zeit bin ich in einem Schreibclub mit Community, den ich monatlich kündigen kann und bei dem der Austausch im Vordergrund steht. Denn ich habe bereits das nächste Buchprojekt gestartet. Ich werde ein Spielebuch nach dem „Choose your own Adventure“-Prinzip veröffentlichen, mit dem du etwas über dich selbst herausfinden wirst. Was das etwas ist, erfährst du wenn du butterflying moments abonnierst.
Loslassen bedeutet Netzwerken & Lernen neu zu denken
2025 ist für mich ein Jahr des Loslassens. Loslassen heißt für mich jedoch nicht Abbruch, sondern eine bewusste Neuausrichtung.
Neben dem Thema Stärken hat mich während meiner PP-Ausbildung besonders das Thema Beziehungen begleitet – und damit hat sich auch mein Verständnis von Netzwerken grundlegend geändert. Vertrauen und Wertschätzung ist für mich die Basis für echte Begegnungen. Diese Art der Beziehung kann nicht über Plattformen, Rollen oder etablierte Formate, sondern über echte Resonanz, gemeinsame Werte und gegenseitiges Lernen entstehen. Netzwerken darf leichter werden. Lernen freier. Begegnungen dürfen organischer entstehen. Es ist ein Spielraum.
Mit offenen Karten spielen
So lasse ich heute ohne schlechtem Gewissen alle kostenpflichtige Netzwerke, Plattformen und Gruppenprogramme hinter mir. Dort finde ich genau das nicht wieder, was mir wichtig ist. Gewinnmaximierung und Macht-Spielchen sind dort an der Tagesordnung. Und davon möchte ich weniger.
Ich sortiere gezielt aus. Denn ich bin immer noch das Eckige, das nicht ins Runde passt. Mit meiner Haltung ecke ich an – und ich habe das akzeptiert. Das Social-Media-Spiel um Reichweite durch scheinbar wertschätzende Kommentare und das ständige Haken des Algorithmus ist mir zutiefst zuwider.
Genauso wie Unverbindlichkeit, wo Klarheit möglich wäre. Fast keiner will mehr ehrlich und klar seine echten Bedürfnisse äußern, immer steht da ein anderes Ziel dahinter oder im Weg. Ich habe aufgehört zu zählen, wie oft mir jemand (übrigens ohne meine Aufforderung) gesagt hat, er werde eine Rezension auf Amazon schreiben (was aus meiner heutigen Sicht ohnehin überschätzt wird, meistens erfolgt es nicht aus Überzeugung und selbst die Besteller sind meist nicht echt, sondern sehr geschicktes Marketing).
Bei mir ist alles freiwillig – auch mein Angebot. Mir ist Ehrlichkeit lieber als Höflichkeit ohne Substanz. Wer offen sagt, dass etwas nicht passt oder zu einem nicht passt, begegnet mir wertschätzender als jemand, der mich hinhält oder auf eine Frage erst gar nicht antwortet. Mit offenen Karten zu spielen ist für mich der Beginn echter Beziehung.
Abschied vom Agile Stammtisch Lindau
Ich habe meine Ausbildung in der Positiven Psychologie fortgesetzt und mich intensiv mit der PP 3.0 und wie damit die Gesellschaft positiver gestaltet werden kann auseinander gesetzt. Eine zentrale Grundlage war dabei die Theorie U nach Otto Scharmer, in der das bewusste Loslassen alter Identitäten, Muster und Zuschreibungen den Wendepunkt für Neues markiert.
In diesem Zuge habe ich auch meinen Agilen Stammtisch nach 6 Jahren losgelassen. Nicht aus Ablehnung, sondern aus Klarheit. Es war mir auch schon länger bewusst. Daher war die Scrum on Board Segeltour mit dem Stammtisch als Crew insgeheim auch eine Abschiedstour.
Die Stakeholder-Interviews, die ich im Rahmen des Theorie-U-Prozesses geführt habe, bestätigten das Agilität im Bodenseeraum kaum mehr eine Rolle mehr spielt. Für mich ist das keine Krise, sondern eine Einladung. Ich glaube weiterhin an Agilität als Haltung, nicht als Methodenfeuerwerk. Das wird auch durch mein Buch über die Spielerischen Lernreisen mehr als klar. Wenn Begriffe ihre Kraft verlieren, entsteht Raum für neue Formen der Begegnung – ohne Labels, ohne Methoden-Dogmen und ohne das Bedürfnis, etwas „am Leben zu halten“, das seine Zeit hatte. Agilität ist nicht tot, nur die Illusion über sie.
Ich möchte Agilität nicht mehr erklären müssen und Lernen nicht mehr in starre Rahmen pressen. Beides darf durch Spielen entstehen. Aus diesem Spielraum entsteht eine neue Qualität von Begegnung: präsenter, ehrlicher und anschlussfähiger an das, was jetzt da ist.
Im Sinne der Theorie U bedeutet das für mich: nicht weiter zu reproduzieren, was vertraut ist, sondern innezuhalten, zuzuhören und wahrzunehmen, was wirklich gebraucht wird. Beziehungen dürfen sich neu formieren. Lernen wird dialogischer. Netzwerken wird zu einem gemeinsamen Erforschen statt zu einem vordefinierten Format. Und das werde ich ab 2026 als Spielraum gestalten, um Lernen und echte Begegnungen zu ermöglichen. Die Agile Game Night Bodensee bleibt und wird zukünftig noch größer gedacht. Es ist ein erster Prototyp meines Ikigais, den ich am Anfang des Artikels schon erwähnt habe.
butterflying Moments – mein neues Online Magazin für Spielerisches Lernen mit Spaß
Newsletter schreiben gehörte lange nicht zu meinen Lieblingsaufgaben. Meine Interessen und Angebot ist zu vielfältig, zu eng fühlt sich das klassische Format für mich an. Deshalb habe ich 2025 etwas Neues ausprobiert: ein digitales Magazin.
Mit butterflying Moments als digitales Magazin für spielerisches Lernen mit Spaß lade ich dazu ein, gemeinsam zu spielen, zu reflektieren und zu wachsen. Statt regelmäßiger Newsletter erscheinen nun vier Ausgaben pro Jahr, mit neuen Lernmethoden, praxisnahen Tipps und inspirierende Geschichten – leicht, kreativ und inspirierend. Alle Inhalte sind frei zugänglich, Abonnenten sind einen Flügelschlag voraus und erhalten sie früher.
Ausgabe 1 – Juni 2025: Deutschlandreise | Allgäuer Gesundheitswoche | Spielerische Lernreisen
Ausgabe 2 – September 2025: Unsichtbarer Dritte | Marias Neuanfang | Scrum On Board | Spielerische Lernreisen Special
Ausgabe 3 – Januar 2026: Buch-Begegnungen | Die grauen Herren von heute | Zukunft gestalten
Schau gerne in die bereits erschienen Ausgaben mal rein
Wie ein Schmetterling, der frei von Blüte zu Blüte flattert, teile ich mein Wissen offen – damit gemeinsames Lernen möglich wird.
Wir feiern jeden Genuss- und Mini-Urlaub Moment
Entspannung und Genuss sind für mich und meinem Mann sehr wichtig. Daher planen wir diese bewusst ein. So sind Wandern, Saunabesuche und regelmäßige Spieletreffen ein Muss. Seit diesem Jahr planen wir wir das immer mit unserem eigenen Camper mit einer mega Folierung, die ich mit designed habe.

14.000 km & 94 Nächte mit dem Camper – einige Davon leider mit Maus
Der eigene Camper ist ein Gamechanger in meinem Leben mit meiner Schwefel Unverträglichkeit, aber auch die Freizeitgestaltung. Der Camper heißt LINK (HaußMANn Lounge war dann doch zu lang) und sehr schnell zu unsere zweiten Wohlfühloase zum Arbeiten und Entspannen.

Jedes freie Wochenende waren wir in Oberschwaben oder im Allgäu entweder zum Wandern, zum Entspannen und Lesen im Camper oder in einer Thermen oder wir haben Freunde besucht. Unsere längste Strecke war einmal quer durch Deutschland in den Norden. Somit hatten wir aber auch unendliche viele erste Male: Gas tanken, Wassertrank reinigen, das erste Campertreffen, das erste Mal auf einem Campingplatz und leider auch Mäuse jagen. Auf das letzte hätten wir gerne verzichtet.






Ich liebe es im Camper mit dem Gasherd zu backen und zu kochen und viel Zeit in der Natur zu verbringen
Abwechslungsreiches Spielejahr
Beim Spielen haben wir bereits letztes Jahr Neuland betreten und spielen nun in mehreren Spielegruppen mit unterschiedlichen Ausrichtungen. Bei der einen spielen wir beispielsweise die BoardGameGeek Rangliste rauf und runter, bei der anderen nehmen wir uns jedes Jahr ein anderes Lecacy Spiel vor, bei der anderen sind wir einfach nur spontan. Zusätzlich haben wir Spielebücher für uns entdeckt. Deshalb kam ich auf die Idee selber ein Spielebuch zu schreiben.
Am Ende waren es an die 30 Spieletreffen, mit einem gemeinsamer Nenner: die Liebe zu guten Brettspielen. Unser vergangenes Spielejahr war geprägt von Abwechslung, Diskussionen, Lachen – und der ein oder anderen strategischen Niederlage.
Auf den Tisch kamen echte Schwergewichte wie Brass Birmingham, Terra Mystica oder Eclipse, bei denen Planung und langfristiges Denken gefragt waren. Gleichzeitig sorgten andere Spiele wie Root oder Nemesis für Spannung, Drama und legendäre Spielmomente.
Nicht jeder Abend musste komplex sein: Heat – Pedal to the Metal brachte Tempo an den Tisch, Secret Hitler sorgte für überraschende Diskussionen und Wendepunkte und Krakel Orakel kreatives Chaos. Mit Pandemic Legacy Season 1 haben wir sogar ein ganzes Spielkapitel gemeinsam erlebt – Spielabend für Spielabend.
Jedes Spiel und Spielgruppe hat eine eigene Dynamik: mal strategisch und ruhig, mal kommunikativ und laut, mal kooperativ gegen das Spiel selbst. Genau diese Mischung machte unser Spielejahr besonders. Denn Brettspiele sind für mich mehr als Regeln und Material, sie schaffen gemeinsame Erinnerungen. Das nächste Spielejahr darf gerne so weiter gehen.

Spielen ist für mich pure Entspannung und reines Flow erleben
Die Magie des Extremwanderns
Mein Mann und ich nehmen regelmäßig an Extremwander-Veranstaltungen teil – extrem deshalb, weil es bedeutet, lange Strecken am Stück zu wandern. Verschiedene Anbieter wie Mammutmarsch oder Megamarsch bieten Distanzen von 30, 42, 50, 55, 60 bis hin zu 100 Kilometern an.
Für mich ist ein Mammutmarsch jedoch mehr als nur eine Wanderung. Er ist eine ideale Herausforderung, testet Ausdauer und Willenskraft und schenkt zugleich etwas unglaublich Wertvolles: Zeit im Hier und Jetzt. Zeit, um die Schönheit der Natur bewusst wahrzunehmen, gedanklich zur Ruhe zu kommen und loszulassen.
Gemeinsam mit meinem Mann wagten wir uns dieses Jahr erneut an diese Grenzerfahrung – mit erstaunlich wenig Vorbereitung. Genau das macht mich im Nachhinein besonders stolz.




Egal wie anstrengend der Marsch ist, am Ende siegt das Gefühl es wieder geschafft zu haben.
Nachtmarsch Hamburg – Geburtstag auf 30 Kilometern: Der Nachtmarsch in Hamburg war etwas ganz Besonderes. Wir sind in Michaels Geburtstag hineingelaufen – und haben es tatsächlich genossen. Die Stadt zeigte sich von einer ganz anderen Seite: ruhig, stimmungsvoll und fast magisch.
Natürlich dachten wir zwischendurch, dass uns der Schlaf übermannen würde. Doch überraschenderweise war es angenehmer als erwartet. Keine drückende Hitze, keine Touristenmassen – stattdessen nächtliche Stille, beleuchtete Sehenswürdigkeiten und das gleichmäßige Geräusch unserer Schritte.
Mammutmarsch Stuttgart – eine echte Prüfung: Der Mammutmarsch in Stuttgart hätte eigentlich schon 2021 unser allererster Marsch werden sollen. Doch damals war ich krankgeschrieben. Rückblickend bin ich fast dankbar dafür – denn wäre Stuttgart unser Einstieg gewesen, hätten wir uns vermutlich nie wieder angemeldet.
Der Stuttgarter 30-Kilometer-Marsch hat es in sich: unzählige Treppenstufen, gefolgt von der berüchtigten Hasensteige mit über 600 Höhenmetern. Deutlich mehr Anstiege als bei vielen anderen Märschen – eine echte Prüfung der Willenskraft.
Aber: Wer durchhält, wird mit großartigen Ausblicken belohnt. Wer Stuttgart rockt, rockt jeden anderen Mammutmarsch.
Blick nach vorn – neue Länder, neue Wege: Im nächsten Jahr geht es für uns erneut zu unseren Nachbarn: Wien und Aarhus stehen als nächste Mammutmarsch-Ziele fest.
Außerdem vermissen wir unser Herzensprojekt „Einmal um den Bodensee wandern“ sehr. Deshalb nehmen wir uns für das kommende Jahr Teile der Wandertrilogie Allgäu vor. Damit kommt automatisch auch wieder mehr Struktur in unsere Vorbereitung – denn die kam dieses Jahr definitiv zu kurz. Extremwandern ist für uns kein Wettbewerb, sondern eine Reise zu uns selbst. Jeder Schritt zählt, jede Grenze verschiebt sich ein kleines Stück. Und manchmal entsteht genau dann die größte Stärke, wenn man sich – trotz wenig Vorbereitung – einfach traut loszugehen. Auf viele weitere Kilometer. Auf neue Wege. Und auf das Gefühl, im Flow zu sein.
Ein Adventskalender für mich selbst
Online-Adventskalender sehe ich grundsätzlich skeptisch. Ab dem 1. Dezember scheint es eine regelrechte Schwemme zu geben – gefühlt jede Plattform, jede Marke und jede Community bietet mittlerweile einen eigenen Kalender an. Genau aus diesem Grund hatte ich mich im letzten Jahr bewusst dagegen entschieden.
Dieses Jahr war es anders. Beim erneuten Lesen von Momo wurde mir wieder bewusst, wie wertvoll Entschleunigung ist – gerade in der Adventszeit. Das Eintauchen in dieses „Momo-Mindset“ hat mir große Freude bereitet. Ich habe es mit meinen eigenen Themen aus der agilen Selbstmanagement-Reise verknüpft und daraus einen interaktiven Zeit-für-Dich-Adventskalender entstehen lassen. Es gab einige treue Begleiter, die regelmäßig hineingeschaut, nur leider sich nicht auf die Interaktionen eingelassen. So habe ich am Ende diesen hauptsächlich für mich gemacht und werde nächstes Jahr keinen aktiv mehr anbieten – nur als interaktives PDF, unabhängig vom Advent 😉 ).
Mit Momo ist Michael Ende ein zeitloses Buch gelungen, mit einer Botschaft die uns aufrütteln sollte
Mein Jahr in Büchern
Eine langjährige Tradition von mir ist es, mein Jahr auch mit den gekauften Büchern zu reflektieren. Denn dadurch wird ebenfalls sichtbar, mit welchen Themen ich mich das ganze Jahr über beschäftigt habe.

Bücher zeigen mir jedes Jahr aufs Neue, um was es mir wirklich geht
Mein Bücherjahr 2025 war geprägt von Neugier auf die Zukunft, dem Wunsch nach persönlichem Wachstum und einem tiefen Interesse an gesellschaftlichen Zusammenhängen. Bücher zu positiver Psychologie und künstlicher Intelligenz wurden abgelöst von dem Thema, das mein Jahr besonders geprägt hat: Buch schreiben.
Auch in diesem Jahr habe ich weitere gute Bücher entdeckt, die sich mit dem Thema Spielen beschäftigen. Am faszinierendsten fand ich diesmal das Buch von Florence Gaub, die ein Spielbuch zur Erforschung der Zukunft geschrieben hat. Es ist deshalb auch eine Buchempfehlung in der 3. Auflage von butterflying moments.
Weitere schöne und besondere Momente in 2025
Unterwegs in ganz Deutschland

Entspannen und Relaxen in der Natur

Wenn sich Arbeit nicht Wie Arbeit anfühlt

Mein Ausblick auf 2026
Was ich 2026 anders (besser) mache
2026 soll erneut ein Jahr werden, in dem ich mir weiterhin selbst treu bleibe – ohne mich zu verstellen. Ich glaube weiterhin daran, dass Agilität nicht tot ist und immer noch die richtige Haltung gegenüber Ungewissheit ist. Es gibt kein entweder-oder, sondern immer ein sowohl-als auch. Wir haben immer eine Wahl. Diese Haltung möchte beibehalten: Freiwilligkeit statt Pflichtgefühl. Für mich ist das mein persönlicher Schmetterlingsmoment – klein, aber entscheidend. Er erinnert mich daran, dass wir immer eine Wahl haben. Und dass es gut tut, sich diese Freiheit wieder bewusster zu machen.
Bereits im letzten Jahr habe ich begonnen auszumisten – nicht nur im Außen, sondern auch im Innen. Genau daran knüpfe ich an. Ich möchte mich nur noch mit Dingen, Gedanken und Menschen umgeben, die mir gut tun und mir mit Wertschätzung begegnen. Ich gehe in das neue Jahr mit weniger Ballast, dafür mit Klarheit. Nicht perfekt, dafür echt.
So kannst du 2026 mit mir zusammenarbeiten
2026 dreht sich bei mir weiterhin alles um spielerisches Lernen, wirksame Zusammenarbeit und nachhaltige Entwicklung – für Teams, Führungskräfte und Einzelpersonen. Statt trockener Theorie gestalte ich interaktive Lernräume, in denen Menschen ins Erleben kommen, reflektieren und gemeinsam wachsen. Du kannst mit mir in Team- und Führungskräfteentwicklungen arbeiten, zum Beispiel in spielerischen Lernreisen, Teambuilding-Workshops oder besonderen Formaten wie der Agile Game Night Bodensee und Scrum on Board – einem einzigartigen Teamerlebnis auf dem Bodensee. Hier wird Agilität nicht erklärt, sondern erlebt.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Zusammenarbeit und Kommunikation: von „Gut zusammenarbeiten“ über „Hack your Meeting“ bis hin zu Workshops rund um Generationenvielfalt und Fehlerkultur. Alle Formate sind praxisnah, interaktiv und sowohl in Präsenz als auch online möglich.
Für Einzelpersonen und Teams, die mehr Klarheit, Fokus und Zufriedenheit suchen, biete ich Agiles Selbstmanagement an – mit Workbooks oder als Inhouse-Seminar, unterstützt durch praxiserprobte Workbooks und Tools: Themen sind Fokus, Konzentration (Deep Work), Produktivität (Gettings things done®, Reflexion (Bullet Journal), Klarheit (Wertereise) und Flow (Sinn und Zufriedenheit mit positiver Psychologie)
Kurz gesagt: Wenn du 2026 Zusammenarbeit neu denken, Agilität spürbar erleben und Entwicklung mit Leichtigkeit gestalten willst, dann lass uns gemeinsam eine Lernreise starten.
Meine Ziele für 2026
Ziel #1: Agile Game Bodensee als besonderes Event mit Kooperationen: Diese kommende Game Night in Konstanz im Februar wird besonders durch meine Mystery Box Lesung sowie dem begleitenden Graphical Recording von Maria Brög für die spielerische Lernreise. Es wird ein Abend, der dadurch in Erinnerung bleiben wird. Gemeinsam mit Daniela Rickenbacker aus der Schweiz entsteht ein Format, das Begegnung, Spiel und Lernen verbindet. Die Agile Game Night wird weitergedacht – größer, offener und experimenteller. Abonniere gernebutterlying moments, wenn du informiert werden willst. Dort werde ich in den nächsten Ausgaben darüber berichten.
Ziel #2: Agilität und Lernen neu denken – spielerisch und nachhaltig: Ich gestalte Lernräume, in denen Agilität nicht erklärt, sondern erlebt werden kann. Weniger Methoden, mehr Haltung. Mein Buch und die agile Selbstmanagement Reise begleitet diesen Weg weiter.
Ziel #3: Weiterentwicklung des VIA-Stärken Spiels: Die erste Auflage ist nahezu vergriffen. 2026 reflektiere ich, wie eine zweite Auflage aussehen kann – gerne gemeinsam mit Feedbackgebern.
Ziel #4: Meetup Game Thinking (bzw. Buch-/Spieleclub): Diese Idee ist im Theorie-U-Prozess entstanden und darf weiter reifen. Kein fixes Format, sondern ein offener Spielraum vor Ort in Lindau oder Online.
Ziel #5: Spielebuch (Choose your own Adventure) veröffentlichen: Die ersten Seiten sind geschrieben. Dieses Projekt wird 2026 eine Hauptpriorität. Wer Lust auf eine Testlese- oder Spielrunde hat, darf sich gern melden.
Ziel #6: Mehr Gastbeiträge in butterflying moments: Das Magazin soll weiter wachsen – durch vielfältige Stimmen und Perspektiven. Gastbeiträge sind ausdrücklich willkommen.
Ziel #7: Mehr Sichtbarkeit für die Agile Selbstmanagement Reise: Ich investiere gezielt Zeit in Sichtbarkeit, KI-Experimente und die Umstellung weiterer Workbooks auf Print-on-Demand. Ein Traum wäre es, wenn ich es schaffen würde, die Lagerbestände so zu reduzieren, dass ich alle Workbooks auf Print-on-demand umstellen kann. Hilfst du mir? 😉
Ziel #8: Unendliche viele neue Genussmomente mit Camper und Freunden: Die Genussmomente sollen nicht weniger werden sondern mehr: 18.000 km, über 100 Nächte, mind. 2 Mammutmärsche, Wandertrilogie Allgäu von Februar-Oktober, 35x Spieletreffen, 2x Flohmarkt, 1 x Camper Treffen, 12x Therme, 1x Casino
Ziel #9: Vorsorgemappe anlegen: Der Ruhebaum mit der Nummer 4004 ist bereits ausgesucht. Jetzt folgen die nächsten Schritte – mit Klarheit und Verantwortung.
Ziel #10: Von jeder Veranstaltung ein Selfie: Ein Experiment außerhalb meiner Komfortzone. Denn: Pics or it didn’t happen. .
Mein Motto für 2026
Spielräume öffnen. Wirkung entfalten.



4 Responses
Liebe Claudia,
Herzlichen Glückwunsch zu diesem Jahr 2025.
Deine Entscheidung, bezahlte Netzwerke zu verlassen, berührt mich. Ich mag nicht mehr in Netzwerken sein, in die man sich einkauft und dann verlangt, weiterempfohlen zu werden. Da möchte ich selbst entscheiden.
Ich bin inspiriert, spielen mehr in meinen beruflichen Alltag zu holen.
Liebe Grüße
Jutta
Liebe Jutta,
stimmt diese Netzwerke gibt es auch nicht. Das Geschäftsmodell ist sehr fragwürdig.
In meinem Fall meine ich die Netzwerke, für ein Thema stehen (in meinen Fall war es eins für Trainer und das andere für Digitale Transformation), wo du eigentlich nur dafür zahlst das du auf deren Homepage stehst und ansonsten den nicht offensichtlichen Regeln folgst.
Netzwerken braucht aber echte Beziehungen.
Schöne Grüße
Claudia
Liebe Claudia!
Welch umfassender und toller Jahresrückblick. Du hast so viele Dinge gewuppt, Chapeau! Sich selbst immer wieder neu zu entdecken, Gewohntes loszulassen und sich bewusst zu machen, dass man täglich neu entscheiden kann, ist wunderbar. Wenn auch mitunter anstrengend! Deine Spielideen finde ich sehr ansprechend. Sie inspirieren dazu, dieses Thema wieder mehr in mein Leben einzuladen. Eure Campertouren sehen toll aus. Ich habe „nur“ einen ausgebauten Vivaro, in dem mein Mann und ich aber auch schon schöne Tage verbingen konnten. Vielleicht klappt es bei uns auch mal für länger, die Jungs werden ja immer älter… Was deine Mammuttouren angeht: Respekt. Hier bei uns ist auch eine dieser Touren durch den Spessart vorbeigelaufen. Der Nachtlauf in Hamburg hört sich spannend an. Wie lange wart ihr denn unterwegs? Ich möchte gerne mal mit kürzeren Pilgerwegen in Hessen anfangen. We will see!
Ich wünsche dir von Herzen ein großartiges Jahr 2026, an dem du viele deiner Wünsche umsetzen kannst. Herzliche Grüße Nicole
Liebe Claudia,
Dein Jahresrückblick liest sich spannend und deine Collagen finde ich großartig gestaltet. Besonders interessiert habe ich deine Erfahrungen zum Buchprojekt gelesen, da ich gerade auch eines gestartet habe. Und eure zahlreichen Spielerunden, wow, ich habe richtig Lust darauf bekommen, selbst eine zu initiieren.
Herzliche Grüße aus dem Spessart, Heike